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Samstag, 26. November 2011

Google TV

Logitech's Google TV Geräte floppen und werden eingestellt, stattdessen kommt jetzt Samsung.

Ich habe seit kurzem einen Fernseher mit einem "echten Internet-Browser" (gemeint ist natürlich Web-Browser). Das war einer der Gründe, warum ich letztes Jahr nicht schon bei Samsung's "Internet@TV" Plattform zugegriffen hatte.

Und ich muss sagen, das war das Warten nicht wert.

Der Ansatz ist gut: Man schaut sich die meisten Medien heutzutage nicht mehr auf von der Computerwelt logisch getrennten Gerätelandschaften an, sondern in der Computerwelt. Fotos, Videoclips, Hörbücher, und so weiter werden aus dem Internet geladen und dann am PC angeschaut, mangels vernünftiger Verbindung zum Fernseher.

Das zentrale Konzept von Google TV war eine vom TV aus startbare Suchleiste, welche in schönster Google-Manier alles fand; private Aufnahmen und Fotos, TV-Programme, Videos im Netz und so weiter. Das ganze war so gut, dass viele Sender schon wieder Angst bekamen: wenn man so bequem alle Serien aus dem Netz laden kann, kauft doch keiner mehr die DVDs!

Was weder Logitech noch Google verstehen, woran die meisten TV-Apps heute kränkeln und warum "Internet-TV" einfach nicht wirklich loskommt: Die meisten wollen keine Tastatur im Wohnzimmer. Viele Internet-TV-Funktionen funktionieren derzeit ohne Tastatur nur sehr mäßig und die Eingabe von URLs oder Suchbegriffen per Tastenfeld oder K9 auf der Fernbedienung) ist katastrophal. Die Youtube-App der aktuellen Samsung- und Philips-Fernseher ist ein wunderbares schlechtes Beispiel dafür.

Viel sinnvoller wäre eine nahtlose Verzahnung mit Tablets oder Mobiltelefonen als "erweiterte Fernbedienung". Damit bräuchte man für das Durchsuchen der eigenen Mediathek auch das laufende Programm nicht unterbrechen, was sicherlich den anderen Personen im Wohnzimmer besser gefällt.

Im Grunde so etwas wie Airplay von Apple. Irgendwie haben die es wieder mal begriffen. ;-)

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