Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.

Sonntag, 27. November 2011

LED TV: Samsung vs Philips

Hier nun der versprochene Vergleich meiner beiden LED TV-Kandidaten. Zur Auswahl standen: ein Gerät der 7000er Reihe von Philips und eines der 6000er Reihe von Samsung, beide aus der 2011er Generation, also jeweils die neuesten Modelle.

Fazit:
 Der Samsung bleibt, der Philips geht zurück.
Warum?

Allgemeines. Der Samsung zieht im Normal- und Energiesparmodus etwas weniger Strom (68W / 48W statt 90W / 60W), ist aber auch zwei Zoll kleiner. Der Philips hat ein gebürstetes Alugehäuse und Ambilight, was edel aussieht, Samsung dafür ein deutlich schmaleres weißes Gehäuse, was auch gut aussieht. Ich lasse aber die Designfragen mal außen vor.

Anschlüsse. Beide haben 3-4x HDMI und das sonstige übliche, Ethernet, optisches Audio-Out, usw. Zwei wesentliche Unterschiede gibt es:

  • Beim Philips geht die Satellitenbuchse und die SCART-Buchse nach hinten weg. Will man den Fernseher an die Wand stellen, benötigt man separate 90°-Winkeladapter.
  • Beim Samsung ist der SCART-Anschluss über einen Adapter gelöst, der etwas labil aussieht. Dafür geht er nach unten weg (wie auch die Satellitenbuchse).
Beiden Geräten fehlt zudem ein analoger Audioausgang. Ich habe noch eine altmodische, aber gute, analoge Stereoanlage mit Line-In und möchte diese auch noch etwas weiter benutzen! Als Notlösung tut es der Kopfhörerausgang, aber das ist wirklich eine Notlösung.

Bedienung. Was mir sofort aufgefallen ist: Der Philips reagiert fürchterlich träge; zeitweise dauert es eine Sekunde, bis ein Tastendruck auf der Fernbedienung eine Aktion auslöst und Menüübergänge und -animationen geschehen mit 2..3fps. Das ist auf Dauer ziemlich lästig.
Samsung klickt hörbar beim Ein- und Ausschalten per Fernbedienung, bei Philips muss man 2-3s warten, bis man erfährt, ob er tatsächlich angeht.
Die Philips-Fernbedienung ist kleiner und liegt angenehmer in der Hand, bei Samsung muss ich öfters die Halteposition ändern, um mit dem Daumen tatsächlich alle Knöpfe erreichen zu können. Punkt für Philips.
Die Bildschirmschrift ist bei Philips deutlich größer und besser lesbar. Für Samsung sollte man bei 3 Metern Entfernung nicht unter 40 Zoll anfangen, sonst kann man die Texteinblendungen nicht mehr lesen. Punkt für Philips.

Bild. Bei beiden durchgängig gut, einige Sendungen sehen farblich flach aus ("Ölgemälde"), das liegt aber wohl an der Kompression und ist auf beiden gleich. Interpolation von SD-Bildern gelingt beiden ebenfalls gleich gut, wenn man die entsprechenden Einstellungen erst einmal gefunden hat – wovon der Philips deutlich mehr hat, aber ich dadurch keine bessere Qualität erreichen konnte. Was mich sehr erstaunt hat, ist wie "entpixelt" SD-Aufnahmen wirken und wie scharf Kontraste gezeichnet wurden, obwohl ein 576i-Bild auf einem 42-Zoll-Bildschirm quasi Pixel von 5mm Größe erzeugen sollte.
Die matte Oberfläche vom Philips spiegelt kaum, aber die glänzende vom Samsung auch nicht, hier herrscht Gleichstand.

Ton. Klarer Punkt für den Samsung. Philips hat nicht so viele Einstellungen bezüglich Ton und der Ton von Samsung klingt satter. Natürlich sind die eingebauten Lautsprecher bei beiden Geräten für wirkliche Filmerlebnisse völlig unzureichend und keine Konkurrenz gegen meine Stereoanlage, obwohl diese schon zwanzig Jahre alt ist.
Samsung schaltet die internen Lautsprecher bei Anschluss eines Kopfhörers oder externen Verstärkers automatisch stumm, Philips nicht – Punkt für Samsung. Bei Samsung kann man eine Audioverzögerung konfigurieren, das ist sehr wichtig für digitale Verstärker, die aufgrund der Dekodierung des Signals den Ton immer ein paar hundertstel Sekunden später ausgeben.

Mediaplayer. Das übliche (JPEG-Fotos von USB-Stick) können beide, das von mir benötigte (meine aufgenommenen TS-Dateien von USB-Stick abspielen) konnten beide nicht. Das kann aber an dem TS-Format liegen und das eigentliche war ja das Abspielen über das Netzwerk, insofern ist diese Funktion zweitrangig.

DLNA-Client.  Folgendes konnte ich beobachten:
  • Samsung zeigt von Dateinamen mehr Buchstaben an (30..35 statt 20..25) und zeigt mehr Dateien auf einmal in einer zweispaltigen Ansicht an (10 statt 8). Bei längeren Dateinamen wird aber wesentlich langsamer im Dateinamen gescrollt.
  • Scrollen durch größere Listen ist mit Samsung schneller, da seitenweise möglich (mit 2 Klicks). Beim Philips muss man durch die volle Liste scrollen und bei der Reaktionsfreudigkeit des Gerätes ist das eine mühsame Angelegenheit.
  • Samsung zeigt das Dateidatum für alle Dateien an, Philips nur für die gerade ausgewählte. Dafür ist bei Philips Platz für weitere Dateiinfos und ein Thumbnail (das wurde aber bei meinen Dateien nicht genutzt).
  • Der Philips hatte Probleme, auf meinem NAS die Fotos darzustellen; er zeigte immer nur die 160x160 Vorschaubilder und dann eine Fehlermeldung an. Samsung hatte das Problem nicht.
  • Sprünge im Video: Samsung kann ~10s-Sprünge (mit laufender Vorschau) und "Zeitsuche" (Bewegen des Zeitcursors in ~1min-Schritten ohne Vorschau). Diese sind zwar nicht immer sehr präzise, aber sie funktionieren grundsätzlich gut.
    Philips kann nur in zwei Geschwindigkeiten "spulen" (ca. 5s und 20s), hierbei ist aber die Zeitleiste nicht durchgängig sichtbar und einen 3h-Film in 20s-Schritten 2h vorzuspulen ist schon ziemlich lästig. Punkt für Samsung.
    Beide Geräte können in (vom NAS gelieferten) SD-TS-Dateien spulen, in den HD-TS-Dateien aber nicht. Muxe ich die HD-TS-Dateien in einen MP4-Container um (ohne Neukodierung), funktioniert auch hier das Spulen.
In punkto unterstützten Dateiformaten gewinnt der Samsung, er kann z.B. DTS-Audiospuren verarbeiten und ist wohl flexibler, was die Formatdetails in MKV-Dateien angeht. Das ist für mich zweitrangig, ich möchte primär die selber aufgenommenen Filme abspielen können und das sind MPEG2- und MPEG4-TransportStreams (TS) mit MPEG- oder AAC-Audio. Das konnten beide gleich gut.

Internet. Hier scheiden sich die Geister etwas. Samsung's Smart Hub ist auf den ersten Blick chaotisch, entpuppt sich aber nach genauerem Hinsehen als etwas besser durchdacht und bedienungsfreundlicher als Philips's NetTV.
Beide bieten einen Webbrowser, der sich über die TV-Fernbedienung aber sehr umständlich bedienen lässt. Beide bieten Apps noch und nöcher, wobei aber nur wenige wirklich auf die Fernbedienungs-Bedienung angepasst sind. Viele der Apps sind jeweils identisch, beispielsweise YouTube.

Fazit:
Da ich großen Wert auf die Netzwerkfähigkeit lege, geht dieses Spiel definitiv an Samsung. Der Philips ist ebenfalls ein sehr guter Fernseher, die DLNA-Fähigkeiten und die Kompatibilität mit verschiedenen Medienformaten lässt aber zu wünschen übrig.

Noch eine Bemerkung: Dies ist kein objektiver Testbericht, sondern es sind lediglich meine subjektiven Eindrücke der beiden getesteten Geräte. Es ist durchaus denkbar, dass ich etwas übersehen oder falsch verstanden habe, bitte ggf. einfach einen Kommentar hinterlassen.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Dieses Blog ist aus reinem Spaß an der Freude entstanden. Ich freue mich über jeden, der etwas kommentiert - aber nur sinnvolle Kommentare werden freigeschaltet. :-)