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Freitag, 30. Dezember 2011

Überzeugt

Endlich haben wir es geschafft: Bei meinen Eltern gibt es seit heute kein Kabelchaos im Treppenflur mehr, sondern ein ordentliches WLAN.

Als wir das besagte Haus bauten, war mir schon klar, dass eine Netzwerkverkabelung her musste. Ich war aber damals auch der einzige. :-) WLAN gab es damals noch nicht und über drei Stockwerke war es auch nicht praktikabel. Mein Vater ließ sich immerhin breitschlagen und installierte zwei Leerrohre für ein Netzwerkkabel in jedes Stockwerk vom Keller aus. Diese wurden aber nie genutzt, weil sie offenbar beim Schließen der Geschossdecken blockiert oder beschädigt wurden. Daher wurden dann drei 20-Meter-Netzwerkkabel vom Telefonanschluss im Waschkeller zu den wichtigen Räumen gezogen - quer durch den Hausflur und notdürftig mit Paketband an den Fußleisten befestigt.

Und im Waschkeller war ein guter Quadratmeter Wandfläche mit Geräten belegt: Postanschluss, T-Dose, DSL-Splitter, ISDN-NTBA, ISDN-Verteiler, eine uralte ISTEC-Telefonanlage, DSL-Router, und ein 4-Port Netzwerkswitch. Dauer-Stromverbrauch der gesamten Installation ca. 40W, also etwa 1kWh am Tag oder €7,50 im Monat.

Das Ganze sah nicht nur scheiße aus, sondern war auch scheiße. Und das hat ihn letztendlich überzeugt. Zuerst wollte er für die Umstellung sogar den Anbieter wechseln und sich einen neuen Router schenken lassen, aber ein Gang zu Saturn und der Kauf einer FritzBox hat das auch erledigt. Die übernimmt jetzt die Aufgaben der Telefonanlage, der zwei vorher notwendigen DECT-Basisstationen, des Routers, des Switches und des ISDN-NTBAs, bietet zusätzlich noch WLAN im ganzen Haus, benötigt ca. 12W und legt sich bei Nichtnutzung komponentenweise schlafen.

Heute nachmittag hingen dann irgendwie alle an ihren Smartphones und Notebooks und genossen die neue Freiheit. :-)

Sonntag, 25. Dezember 2011

Kirche

Abflug.


Der Jahresrest wird dieses Jahr wieder einmal auswärts gefeiert. Wie bisher, falls wir wegfahren, bedeutet das: Weihnachten bei meinen und Silvester bei Frauchen's Eltern, oder umgekehrt. Diesmal ist es umgekehrt und diesmal nehme ich mir ganz bewusst keine Arbeit mit.

Der Jahreswechselurlaub ist der Urlaube, wo man wirklich entspannen kann: man weiß, dass im Geschäft nichts läuft und der Schreibtisch genauso leer wieder angetroffen wird, wie er verlassen wurde. Man muss nichts machen und es läuft einem auch nichts davon.

Wir haben den weihnachtlichen Nachmittag genutzt und sind als überzeugte U-Boot-Christen in die Kirche gegangen. :-) Und das war wirklich schön, meine Stimme hat sich an die Zeit im Chor erinnert und ganz nebenbei habe ich dabei die Gemeinde, Kirche und Pastorin kennengelernt, die meine Beste vor langer Zeit tauften.

In diesem Sinne: Ein fröhliches Weihnachtsfest!

Freitag, 23. Dezember 2011

Gärtner

Er hat es tatsächlich geschafft.


Seit Monaten hängt ein Versprechen in der Luft: "ich komme garantiert noch vor Weihnachten". Auf Erinnerungen und Mahnungen reagierte er, wenn überhaupt, nur spät und mit Ausflüchten.

Heute waren immerhin Mitarbeiter von ihm da, haben einige eingegangene und schon seit langem reklamierte Pflanzen im Garten ersetzt und für die anderen versprochen, im Frühling noch einmal nach dem Rechten zu schauen und wenn sie den Winter nicht überleben sollten, sie dann zu ersetzen.

Knapp war's, und es hat nachhaltigen Druck unsererseits benötigt, aber immerhin:
Wieder ein Haken auf der Liste.

Schön.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Mercedes

Alle Achtung.


Hätte nicht gedacht, dass ich mal mit einem Mercedes der besseren Sorte (Firmenwagen) mit 180 km/h über die Autobahn jage – als Beifahrer natürlich – und
  • mich dabei völlig normal unterhalten kann, also das Fahrgeräusch fast gar nicht wahrnehme,
  • dabei überhaupt nicht das Bedürfnis habe, mich überall festhalten zu müssen, da das Fahrzeug völlig ruhig auf der Straße liegt, und
  • der Bordcomputer einen Verbrauch von durchschnittlich 6,8 Liter Benzin auf 100km anzeigt.
Also entweder haben die Autohersteller in den letzten Jahren tatsächlich dazugelernt oder ich habe einen Knick in der Pupille. Aber mit unserem Auto muss man sich bei 180 km/h erstens festhalten und zweitens braucht das dann auch 6,8 Liter, aber Diesel.

Und das hatte ich für sparsam gehalten ...

Dienstag, 20. Dezember 2011

Weihnachtsfeier

Diesmal habe ich etwas besser aufgepasst:

Nur zwei Radler, zwei Ouzo und dann zwei Kaffee. Neben dem Essen. ;-)

Aber irgendwie hat das "Feuer" der Weihnachtsevents bei uns gegenüber letztem Jahr wieder abgenommen. Seit -zig Jahren feiert unsere Abteilung in demselben Lokal, und als ich einmal als Doktorand (zu Besuch) dabei war, war es zum einen voller und zum anderen auch wilder – in dem Sinne, dass sowohl länger gefeiert wurde, als auch dass mehr getrunken wurde, als auch dass mehr Leute da waren.

Vielleicht war es diesmal der relativ späte Termin (wir waren heute nur noch zu fünft im Büro, normalerweise sind wir dreißig) und die Tatsache, dass schon fast alle im Urlaub sind. Vielleicht liegt es auch daran, dass langsam die jüngeren alle Nachwuchs kriegen und die älteren in den Ruhestand gehen und daher einfach der feierfähige Anteil unter uns abnimmt.

Es macht immer noch Spaß, keine Frage. Das Essen war gewohnt gut, aber auch ich war um 23 Uhr zuhause. Das erste Mal, als ich mit war, ging es deutlich länger, und letztes Jahr war auch mehr los.

Nun gut, dass muss nichts heißen: letztes Mal war es eine Woche früher und da war noch keiner im Urlaub. Schauen wir mal, wie es sich entwickelt ...

Montag, 19. Dezember 2011

Wortschöpfung

Gelegentlich trifft man auf eine Wortschöpfung, die man unbedingt behalten – und anwenden! – will. Im Sommer war das etwa Unterhopfung (auf einer Grillparty aufgeschnappt, neben den Bierkästen, wo auch sonst).


Das ist mir heute wieder passiert: Statt "verarschen" heißt es ab sofort

proktologisch düpieren.

Ein Kollege meinte dazu nur, so ein Ausdruck kann auch nur einem Doktor einfallen.
Dabei habe ich ihn aus einer Kabarettsendung, also auch noch geguttenbergt.
Was auch wieder passt. ;-)

Freitag, 16. Dezember 2011

Endlich

Das Wohnzimmer ist fertig.


Wir hatten ja schon Zweifel, ob es dieses Jahr – eineinhalb Jahre nach dem Einzug – noch tatsächlich klappt. Aber heute war es endlich soweit: unsere Couch wurde geliefert. Und es kommt noch besser: die alte wurde gestern abgeholt, nachdem sie fast acht Wochen in diversen Anzeigenportalen und -zeitschriften angeboten wurde. Ein besseres Timing hätte man sich also gar nicht wünschen können.

Mit Fernseher (inkl. NAS mit ausreichend Filmen im richtigen Format) und Couch ist das Wohnzimmer jetzt funktionell fertig. Jetzt könnten wir vielleicht noch ein paar Bilder aufhängen, aber das hat Zeit.

Und was ich nicht gedacht hätte: auf dem großen Fernseher können sogar Youtube-Videos Spaß machen. Das Gerät schafft es, selbst bei (auf dem PC) völlig verpixelten Aufnahmen noch ziemlich scharfe Ränder und Kontraste zu zeichnen. Natürlich sieht man weniger Details, aber wenigstens ist eine schräge Kante (z.B. ein Anzugskragen) auch tatsächlich eine schräge Kante und keine Treppe. Nur der Ton muss ordentlich sein – eine rauschende oder kratzende Tonspur nervt.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Mütze

Grrr. Seit der Fortbildung ist meine Wintermütze unauffindbar. Weder im Hotel, noch am Tagungsort, noch im Mietwagen noch in meinen Taschen war sie.


Wie fahre ich jetzt bei 2°C Fahrrad?

Reparatur

Seit mindestens drei Jahren ist in meiner Winterjacke ein Riss im Innenfutter. Seit drei Jahren hängt mein Portemonnaie daher immer auf halb Acht in der Hüfte, wenn ich mit der Jacke unterwegs bin, und die Naht reißt immer weiter auf.


Seit drei Jahren nehme ich mir im Frühling immer vor, jetzt bringst du die Jacke mal zur Reparatur, wo du sie doch die nächsten sechs Monate eh nicht brauchst.

Und genau das vergesse ich dann wieder.

Jetzt haben wir zwar schon fast wieder Minusgrade, aber ich habe es tatsächlich mal geschafft. Eben habe ich sie abgeholt und endlich fühlt sich der Geldbeutel in der Innentasche wieder an, als würde er nicht gleich rausfallen.

*Schulterklopf*

;)

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Fortbildung

Diese Fortbildung war eine der besseren: Ein Rundumschlag über die konzernweit verwendete Entwicklungsmethodik mit einem kleinen Einblick in alle Detailbereiche fehlte noch.


Mit den eingestreuten Übungen ist jetzt viel klarer geworden, wie die verschiedenen Komponenten zusammenhängen, wann man welche Methodik einsetzt und warum. Viele Einzelheiten kannte ich schon, aber das "große Ganze" in dieser Vollständigkeit noch nicht. Das mag zum Teil daran liegen, dass wir als interner Dienstleister die Produkte nur begleiten und bei der Entwicklung nicht immer voll dabei sind (und – leider – bei einigen Projekten immer noch erst gerufen werden, wenn es schon brennt).

Insofern: voller Erfolg.
Nur die Fortbildungsunterlagen waren letztes Mal besser (nicht einfach nur 450 ausgedruckte Folien, sondern tatsächlich als Nachschlagewerk aufbereitet).

Nächstes Jahr kommen dann ein paar nicht-fachliche Dinge in den Vordergrund, zumindest ist das mein Plan. Mal sehen, wie sich das verwirklichen lässt.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Hotel

Die letzte Fortbildung dieses Jahr. Zwei Tage, an einem anderen Standort.


Da ich keine Lust habe, abends noch knapp 150km nach Hause zu fahren, habe ich für eine Übernachtung ein Hotel gebucht. Einen Tag vor Abfahrt finde ich einen Kollegen, der die Strecke auch fährt und sogar abends zurückfährt, er schlafe halt lieber zuhause als in Hotels.

Kann ich gut verstehen (ich wollte die 150km abends halt nur nicht selber fahren), also rufe ich im Hotel an, um das Zimmer zu stornieren – fünf Minuten vor Ablauf der in der Buchungsbestätigung genannten Stornierungsfrist.

Und warte zehn Minuten in der Warteschleife.

Dreimal dürft ihr raten, ob die Stornierung dann noch geklappt hat.
Und nein, ein nicht genutztes Zimmer zahlt mein Arbeitgeber nicht, und selber zahlen wollte ich das Zimmer auch nicht. :-/

Freitag, 9. Dezember 2011

Backofen II

Der Kundendienst war heute da (ich hatte angerufen und nachgefragt).


Die Konstruktion des Backofens ist unglücklich, aber kein Konstruktionsfehler: der Unterboden schützt die Standfläche vor der Backofenhitze. Aufgrund der Temperaturen, die sich zwischen diesen beiden Böden entwickeln, sei es auch sehr unwahrscheinlich, dass sich dort langfristig Bakterien entwickeln. Vom Abdichten rät er definitiv ab, da dort sonst Feuchtigkeit nicht mehr entweichen könne und das würde das Problem nur verschlimmern. Zudem stelle sich noch die Frage, welches Dichtmaterial ausreichend hitzefest wäre.

Für mich ist das trotzdem immer noch ein Konstruktionsfehler.
Wir müssen jetzt halt höllisch aufpassen, dass uns nie wieder etwas im Backofen ausläuft, da eine vollständige Reinigung halt nicht möglich ist.

Moral der Geschichte: Kaufe nie am unteren Ende der Preisskala, auch nicht von einem Markenhersteller.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

PDF-Formulare ausfüllen mit Apple iWork 09

Immer häufiger bekommen wir Formulare per eMail oder Download-Link, die wir "ausfüllen und zurücksenden" sollen. Das bedeutet in der Regel "ausdrucken, ausfüllen und unterschreiben, einscannen und dann faxen", denn die Briefpost ist bei uns zur absoluten Ausnahme geworden. (Ich kann durchaus verstehen, warum die Post so einen Schiss vor dem Internet hat.)


Das ist aber irgendwie total unbefriedigend: da wir das gefaxte PDF ja eh aufbewahren, schmeißen wir den Ausdruck danach i.A. weg. Den müsste man sich doch sparen können – auch und insbesondere dann, wenn das heruntergeladene PDF nicht zum Ausfüllen per Acrobat Reader (o.ä.) gedacht war.

Mit der in OS X enthaltenen "Vorschau" kann man bereits beliebigen Text in PDFs einfügen, aber keine Bilder (Unterschriften). Außerdem ist das Einfügen von Text relativ umständlich.

Es geht aber auch noch einfacher. Die Lösung heißt Apple iWork, speziell Pages.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Fisch

Buäh.


Seit dem Fischunfall riecht jeder Backvorgang nach Fisch.
Das ist vielleicht eine olfaktorische Mischung, wenn man eigentlich Lebkuchen im Ofen hat.

Innen und außen ist alles sauber, aber darunter müssen die Reste wohl noch wegtrocknen.

Scheiß Spiel. :-/

Freitag, 2. Dezember 2011

Backofen

Der Backofen in unserer Küche hat noch einen zweiten Konstruktionsfehler: Es ist möglich, dass einem im Backofen ausgelaufene Speisen an Stellen rutschen, die man nicht mehr erreichen (= säubern) kann.


Beim Ausladen einer Backform mit einem Backfisch ist uns die Form ausgerutscht und die Soße an der halboffenen Tür heruntergelaufen. Die Tür lässt sich glücklicherweise ziemlich einfach aushebeln und abnehmen. Leider war das Problem damit aber nicht gegessen (pun intended): der Unterboden des Backofens schaut vorne etwas heraus und hat dort eine leichte Biegung nach oben, so dass eine ausreichende Menge Soße zwischen Backofenkörper und Backofenboden lief.

Wie kann man ein Produkt nur so konstruieren, dass der absolut wahrscheinlichste Schweinkram, der passieren kann, garantiert an eine Stelle läuft, die unmöglich zu reinigen ist?

Ich habe jetzt erst einmal mit einem Schraubenzieher den Boden so weit verbiegen können, dass wir zumindest mit einem Papiertuch dazwischen kamen. Aber sauber ist es immer noch nicht.

:-/