Backup
Ist das denn so schwer?
Alles, was ich will, ist doch bloß eine Backupsoftware für Windows, die so einfach und zuverlässig funktioniert wie Time Machine. Meinetwegen soll sie Geld kosten, das ist mir mittlerweile egal - ich möchte sie aber vorher testen können, denn bisher habe ich nur Schrott gefunden. Davon aber gleich eine richtig große Menge.
Unsere Anforderungen sind doch gar nicht soo schlimm:
- Sichern des gesamten Systems auf einem NAS,
denn das Backup soll zumindest nicht im selben Raum stehen wie der Originalrechner. Online-Backups sind für die von uns benötigten Datenmengen nicht realisierbar und wären uns auch zu unsicher. - Teildaten-Wiederherstellung vom NAS über eine einfache Oberfläche,
mit einer Vergleichsfunktion der verschiedenen gesicherten Versionen für gängige Dateitypen, falls man mal versehentlich eine Datei gelöscht oder überschrieben hat und sich die Unterschiede anschauen möchte. - Gesamtsystem-Wiederherstellung vom NAS über ein Bootmedium (CD / Stick / ...),
und zwar auf ein beliebiges, auch neues, größeres oder kleineres Medium. - Automatischer Ausschluss von Cache-Dateien, temporären Dateien, Auslagerungsdateien, etc.,
und allen Dateien, die für eine funktionsfähige Wiederherstellung inkl. Benutzerdaten nicht notwendig sind. Kandidaten wäre z.B. alles unterhalb von "Lokale Anwendungsdaten" im Profilverzeichnis. - Ein einziges volles Backup und dann inkrementelle oder differenzielle Backups.
Ohne regelmäßig ein komplett neues, volles Backup anfertigen zu müssen. Time Machine kann das. - Alte Backups aufräumen, nachdem ein neues erfolgt ist und verifiziert wurde,und zwar trotz inkrementellen Backups, derart, dass weder die Backup-Festplatte plötzlich keine neuen Sicherungen mehr akzeptiert, noch dass zu viele alte Backups gelöscht werden. Time Machine kann das.
- Inkrementelle Backups sollen schnell durchlaufen.Alles über 5 Minuten täglich ist inakzeptabel, außer man hat täglich 10GB neue Daten auf dem Rechner. Und ein Backup, was so nervt, dass es nicht mindestens täglich laufen kann, ohne die Arbeit zu stören, ist wertlos.
Time Machine läuft standardmäßig stündlich(!) und braucht pro Durchlauf vielleicht eine halbe Minute, um alle Änderungen am gesamten System zu finden und auf das Sicherungsmedium zu übertragen.
Es ist mir dabei eigentlich völlig egal, ob das Programm ein Image erstellt oder Dateien einzeln sichert, ob der Backup-Prozess eine hübsche GUI hat oder nicht (bis auf die Wiederherstellungs-GUI) in welchem Format die Backups genau gespeichert werden (solange das Format fehlertolerant ist und abgebrochene/fehlgeschlagene Backups zuverlässig erkannt sowie korrekt behandelt) und mir ist auch relativ egal, ob es was kostet oder nicht. Geld ist völlig OK, wenn es zuverlässig funktioniert.
Es gibt tausende von Windows-Backup-Lösungen... aber keines kann die Basisausrüstung, die Time Machine von Haus aus macht und die Datensicherung wirklich zu dem macht, was sie sein soll: Eine Funktion des Computers, über die man nach dem Druck auf den Ön-Öff-Knopf einfach nicht mehr nachdenkt.
Ist das wirklich so schwer?



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